Alliierte Friedensfreunde?


Wenn sie alles waren – nur das nicht! Derartiges gab’s im 20. Jahrhundert nicht mehr. Ja, zu vor schon. Seit Tausenden von Jahren. Wenn Kriegsparteien nicht so recht weiterkamen, wurde verhandelt. Selbst nach Niederlagen wurden Verträge ausgehandelt, die den Unterlegenen, vor allem auch seinen Staat weiter existieren ließen. Dies wurde sogar Anfang des Jahrhunderts in Den Haag noch so vereinbart, dem unterlegenen Gegner Anstand, Ehre und Weiterleben zu ermöglichen.
Doch gegenüber Deutschland war Schluß mit Anstand und Ehre?
Es ging nur noch um Vernichtung? Seit den amerikanischen Bürgerkriegen hatte im angloamerikanischen Raum offenkundig der “totale Krieg” Einzug gehalten. Propagandistisch bösartigste Entmenschlichung des Gegners entstand als wichtiger Teil der Kriegsführung, damit im Kriege und hernach seine physische Vernichtung von der eigenen Bevölkerung akzeptiert wurde. Denn Tiere darf man ja auch töten. Selbst nachdem Napeleon ganz Europa bis Afrika mit furchtbarsten Kriegen überzogen hatte, ließen die alliierten Sieger Frankreich danach staatlich unbehelligt und weiter leben. Auch genau so wie nach dem deutsch-französischen Kriege 1870/71. Bis auf Elsaß-Lothringen, das wieder zum Reich kam, wie es seit 870 unter den Enkeln Karls des Großen in Mersen vereinbart war.
Nunmehr waren und blieben Alliierte vor allem alliierte Vernichter!
Deutschland und Österreich-Ungarn hatten der westlichen Entente wiederholt Friedensgespräche angeboten, nachdem sich die Fronten schon 1914 in Frankreich festgefahren hatten. Beide Seiten eingegraben im Stellungekrieg. Absehbar nur noch sinnlose  Menschen- und Materialschlacht! Da machen vernünftige Krieger Waffenstillstand und verhandeln. Nicht so die Alliierten der Entente.
Frankreich und England lehnten kompromißlos jede Verhandlung ab!
Diesem neuen europäischen Phänomen geht der emeritierte Geschichtsprofessor Hans Fenske nach in seinem Buch “Der Anfang vom Ende des alten Europa” (Olzog-Verlag, München, 2013). Er zitiert die Aussage des französischenBotschafters Theophil Delcasse vom Oktober 1914 – also wenige Monate nach Kriegsausbruch: Das Kriegsziel Frankreichs sei es,
“das Werk Bismarcks – das Deutsche Reich – zu zerschlagen!”
Von England sind ähnliche Aussagen seit Ende des 19. Jahrhunderts ebenfalls nachgewiesen. Und so kam es zu den furchtbaren Metzeleien vor Verdun und anderswo bis hin zum Gaseinsatz, zu Millionen sinnlosen Toten. Alles nur, weil die Alliierten statt Verhandlungen und Ausgleich, also Frieden, nur die Vernichtung Deutschlands und Österreichs wollten! Daß es auch anders geht, zeigte der Vertrag von Brest-Litowsk, wo man mit Rußland auf  Augenhöhe und ohne Schuldzuweisung Frieden aushandelte. In Versailles – man watete im Blute von Millionen Opfern und sinnloser Zerstörung – mußte diese Schuld natürlich dem Verlierer zugeschrieben werden, damit daheim die Alliiierten keinen peinlichen Fragen ausgesetzt waren.
Die alliierte Alleinschuld-Lüge wabert seitdem durch die ganze Welt.
Unauslöschlich trotz gegenteiliger Beweise. Vor allem weil sie im zweiten Weltkrieg aufgefrischt wurde, obgleich diesmal sogar die Alliierten Deutschland den Krieg erklärt hatten und auch wieder alliierte Führer wie Churchill laut bekannten, daß es um die Vernichtung Deutschlands gänge. Und ebenfalls wieder wurden unsererseits dutzendfach Friedensangebote gemacht. Sogar wenn wir im Vorteil waren oder eine halbe Million englischer Soldaten in Dünkirchen nach England entkommen ließen. Aber solchene Kleinigkeiten von Fakten sind dem Normalbürger unbekannt. Die Schuld – Alleinschuld(!) – wurde als unauslöschliches Kainsmal auf die deutsche Stirn gebrannt.
Selbst der deutsche Widerstand war geblendet und dumm!
Diese Idealisten gingen von deutscher Ethik und Moral aus, also von natürlichem Friedenswillen auch der Feinde. Obwohl sie es von Versailles her hätten ganz anders wissen müssen. Sind Idealisten immer etwas irreal oder irre? Daß sie einer furchtbaren, verheerenden Fehleinschätzung erlegen waren, merkten sie erst nach dem Kriege, so sie überlebten.  Bundestagspräsident Dr. Eugen Gerstenmeier bekannte in einem Interview mit der FAZ vom 21.März 1975: “Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: daß
der Krieg nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde.“
Zu spät, du rettest den Freund nicht mehr! – sagt uns Schiller. Manche Fehler sind eben nicht wieder gut zu machen. Deutschland ist seitdem besetzt und als Staat vernichtet.
Nur ab und an wird es dem Bundesbürger deutlich, wenn unsre Eliten wie die getreuen Hunde – der Rudelführer hat noch Tränen der freudigen Unterwürfigkeit im Auge – den Besatzungsmächtigen hinterhertrotteln zur Geld- und Informationsabgabe und Befehlsentgegennahme.
Sieht so ein souveräner deutscher Staat aus?


Quellehans-pueschel.info (11.08.2013)



Leseempfehlung:

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s