Die tatsächlichen ( ! ) Arbeitsmarktzahlen Juli 2013


Erstellt von Sybilla | – Arbeitsmarkt Juli 2013: über 7 Millionen Personen erhalten nach wie vor Transferleistungen. Hinzu kommen, laut Forschern des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), 3,1 bis 4,9 Millionen Betroffener in verdeckter Armut, die keine Grundsicherung (ALG II) Hartz IV beantragen.
Die BA ist, wie nicht anders zu erwarten war, natürlich wieder einmal völlig unschuldig, wenn dann gibt es nur Einzelfälle, die einzelne verursacht haben. Aber die Arbeitsmarkt-Statistik ist aus Sicht der BA selbstverständlich nicht manipuliert.
Nach dem Motto: Nein hier gibt es keine „Geisterfahrer BA – Statistik“, sondern hunderte „Geisterfahrer“, nämlich alle anderen, die nicht an die BA – Statistik glauben.
Die wirtschaftliche und soziale Lage in Deutschland – Juli 2013
Wir hören und lesen beim Pressedienst der BA wieder vom robusten Arbeitsmarkt aber: (Zahl der Leistungsempfänger)
(Zahlen BA Bericht Juli 2013_ 7.031.037) + 13.000
(Zahlen BA Bericht Juni 2013_7.018.879) + 6000

(Zahlen BA Bericht Mai 2013_7.012.701)

Personen erhalten Transferleistungen ALGI/ALGII oder Sozialgeld
Confirmation Bias – gestützt auf die Authority Bias
Prolog
Was ist Wahrheit? (Pontius Pilatus)
Geschönter Armutsbericht
Wahrheit ist offensichtlich dass, das uns verschwiegen wird!
Die wahre Lage wird meiner Erfahrung nach nicht nur im Armutsbericht, sondern auch im Arbeitsmarktbericht verschleiert ebenso wie eine ewig gute Kauflaune prognostiziert wird.
Viele Medien und viele Bürger sind aufgrund dieser Erfahrungen in abgestumpft und kraftlos es ist die uralte Situation in der die Macht der Mächtigen der Ohnmacht der Ohnmächtigen gegenüber steht. Der Regular einer freien Presse ist in Deutschland nahezu ausgeschaltet. Welches Brot sie essen, dessen Lied sie singen. So malen viele Medien eine Welt so wie sie der herrschenden Nomenklatura gefällt.
„Entwürdigende Prozeduren in Jobcentern“Jeder dritte Arme bis 4,9 Millionen Bürger verzichten auf Hartz IV
Jeder vierte Deutsche muss für Niedriglohn arbeiten IAB
Reiches Deutschland Geldvermögen der Deutschen klettert ungebremst
Gute Nacht Deutschland…..
Wir können nicht entscheiden, ob das, was uns die Medien und der Pressedienst der BA als Wahrheit suggerieren, wahrhaft Wahrheit ist, oder ob uns das nur als ersehnte politisch erwünschte Wahrheit in unsere Köpfe gehämmert wird.
„Was ist Wahrheit?“, Das ist die Frage, die ich an die Autoren in den Medien richte:
Medienverantwortliche fragen das nicht, weil sie anfangen, sich für die Wahrheit zu interessieren, sondern weil sie damit schon längst aufgehört haben. Was ist Wahrheit? Diese Frage wird oft abfällig, spöttisch, zynisch beantwortet: „Was soll das schon sein, die Wahrheit? Wo kann man denn schon Wahrheit finden? Wenn man ihr begegnet, dann ist sie doch so sehr mit Irrtum und Lüge vermischt, dass niemand sie wirklich erkennen kann!“
Das Prinzip der Wahrheit wird durch das Prinzip der Masse abgelöst. Irgendwann verfestigt sich in unseren Köpfen eine Entwicklung, nur weil es viele behaupten. Das ist eine völlig neue Dimension des Gerüchts und der Propaganda. Eine suggerierte Entwicklung im Medienzeitalter verfestigt sich in den Köpfen der Bürger durch epidemische Verbreitung.
Der Journalist schreibt das, was ist! Oder schreibt er doch nur das, was der BA – Pressedienst verlautbart? Spiegel TV (RTL)-Mitarbeiter kündigt und packt aus
Ehre wem Ehre gebührt
Ich möchte an dieser Stelle einmal meine größte Hochachtung gegenüber den Psychologen in den Medien in der Wirtschaft und der Politik aussprechen, sie haben das geschafft, was kein Politiker und kein Wirtschaftslenker und keine Ideologie geschafft hat. Sie haben in den Bürgern aufgrund der von ihnen gestalteten Berichterstattung in den Systemmedien suggeriert, dass die Wirtschaft wächst die Steuereinnahmen explodieren und die Konsumenten alles kaufen können, was von den Konsumenten gewünscht wird, ein nahezu perfektes Blendwerk eines „potemkinschen Dorfes“.
Studie zu zehn Jahren Hartz-IV-Politik – Bürger auf Bewährung
Hört hört…..
Hartz-IV-Rebellin suspendiert – Fall erneut vor Gericht
Meint die Behörde….
Ehre wem Ehre gebührt – Diese Frau ist ein echter „Engel“ der Armen
Jährliche Veränderung des Verbraucherpreisindexes Nahrungsmittel in %
April 2013 4,1 %
Mai 2013 5,4 %

Juni 2013 5,4 %

Juli 2013 5,7%

Die rasch galoppierende Teuerung der Nahrungsmittel trifft vor allem die Haushalte in der Grundsicherung und im Niedrigstlohnsektor.
Schlagzeilen
Das Erfolgskonzept am Arbeitsmarkt ein ausufernder Niedriglohnsektor
Hartz IV „ist ein voller Erfolg“ – Die Armut und der Reichtum in Deutschland wachsen
Faktencheck „Jobboom“
Mehr als drei Millionen der 4,33 Millionen erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger sind Langzeitbezieher.
Es wird einfach wegdefiniert, dieser hohe Berg von Arbeitslosen
Familien – Kinderarmut durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse
“Hotel Mama“ Niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ?
Die Folgen des Jobbooms Renten die in Altersarmut führen
Pralle Kasse erlaubte Rentenbeitrag von 18,9 % ab Januar 2013
Senioren im Westen müssen sich mit einer minimalen Rentenanhebung von 0,25 Prozent begnügen.
Fakt
Das Sozialgericht (SG) Berlin hält die Hartz IV-Regelsätze für verfassungswidrig und hat diese Frage dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung vorgelegt.
“Der autoritäre Obrigkeitsstil der viele Menschen in den Niedriglohnsektor zwingt, so wie dieser im Hartz IV System angelegt ist, nimmt eine Hürde nach der anderen, weil er auf Gewöhnung setzt.”
Arbeitsmarkt Juli 2013
Die offiziellen Zahlen des Pressediensts der BA im Detail betrachtet
Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA
Offizieller BA – Zahlenbericht für Juli 2013 Seite 49
7.031.037 Leistungsempfänger 4)
( nicht berücksichtigt sind Leistungsempfänger von Wohngeld, Kinderzuschlag, Grundsicherung im Alter, Sozialhilfe SGB XII…)
5,328,832 Personen müssen im Juli 2013 ALGI/ALGII Hilfeleistungen beziehen.
3.871.629 Personen sind laut offiziellen BA – Bericht Juli 2013 unterbeschäftigt das sind laut BA – Bericht 8,8 %
2.914.092 Personen werden nach § 16 SGB III als arbeitslos in der offiziellen BA Statistik erfasst.
Laut vorläufiger Schätzung/Hochrechnung der BA sind im Juli 841.524 Personen Teilnehmer an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik
*4)Endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit fest. Am aktuellen Rand können die Daten aufgrund von Erfahrungswerten überwiegend hochgerechnet werden.
(Im BA-Bericht Dezember 2004 wurden im Bereich des Arbeitslosengeld und der Arbeitslosenhilfe nur 4.321.000 Leistungsempfänger gezählt.
Der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit stehen 7.031.037 Leistungsempfänger im Leistungsbezug im Rechtkreis SGB II/SGB III als (ALG I, ALG II, Sozialgeld) gegenüber. Das sind rund 62 % mehr Leistungsempfänger als im Dezember 2004. (Ohne Sozialhilfe diese im Jahr 2004 als auch im Jahr 2012 rund 1 Million Personen erhalten haben)
3.1 Gemeldete Arbeitsstellen (BA – Bericht Juli 2013 Seite 11)
Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen hat sich im Juli saisonbereinigt um 1.000 verringert, nach -4.000 im Juni und -6.000 im Mai. Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im Juli auf 444.000 Arbeitsstellen. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Rückgang von 56.000 oder 11Prozent, nach -62.000 oder -12 Prozent im Juni. Von den gemeldeten Arbeitsstellen waren 88 Prozent sofort zu besetzen.
Quelle der Zahlen: BA – Monatsbericht Juli 2013
Soweit die Romantik der schön gemalten Welt der Mythen und Märchen des Pressedienstes der BA, welche in den Systemmedien kritiklos verkündet werden. Eines ist für mich und wohl auch für den Rechnungshof kristallklar: das Jobwunder steht nur auf dem BA Papier! Es ist der kreativen BA-Statistik entsprungen – oder, wir malen eine Welt, so wie sie uns gefällt.
An die Tatsache, dass die neuen „Arbeitsmarktzahlen“ dem hysterisch-euphorisch applaudierenden Publikum der Systemmedien verkündet werden, haben wir uns bereits gewöhnt. Was soll’s, bei Sitcoms kommt das johlende Publikum auch von der Festplatte.
Sozialpsychologische Massenlenkung oder besser Propaganda gestaltet sich heute wie früher. Um die Kommunikationssuggestion weitgehend zu erreichen, werden Stimmungsstimulanzien gesetzt und scheinkritische Medienberichte publiziert, „Sündenböcke“ mit „unerhörten“ Lebensstil präsentiert, die zu gewünschten Aversionen anregen sollen.
Wir konnten in 2012 in vielen Systemmedien im einheitlichen Gleichklang sehen, hören und lesen, dass die Wirtschaft brummt und wächst, manche wollten gar ein Wirtschaftswachstum XXL herbeireden. Auch heute lesen wir wieder von der gestiegenen Kauflaune der Konsumenten.
Von sinkenden Realrenten und sinkenden Rentenbeiträgen und vom Wirtschaftswachstum, das im 1. Quartal aber wieder nur 0,1 Prozent sehr marginal ausgefallen ist.
Fakt ist – Die deutsche Wirtschaft ist im Jahresdurchschnitt 2012 nur um 0,7 % gewachsen
Wir konnten in 2012 in vielen Systemmedien im einheitlichen Gleichklang sehen, hören und lesen, dass die Steuereinnahmen des Fiskus aufgrund der sehr guten Konjunktur und eines exorbitant hohen Wirtschaftswachstums sprunghaft ansteigen.
Fakt ist – Die öffentliche Schulden sind trotz Rekord-Steuereinnahmen bis zum Ende des 4. Quartals 2012 auf 2 072 Milliarden Euro angestiegen – (+ 41,8 Milliarden Euro) gegenüber dem Ende des vierten Quartals 2011.
Einzelhandelsumsätze – Prognosen – Erwünschtes – Wirklichkeit – Realität
Wir hören seit 2012 so auch im Juli 2013 in vielen Systemmedien im einheitlichen Gleichklang, dass die Verbraucher (laut GFK Konsumindes) in guter Kauflaune mit großer Anschaffungsneigung sind und dass der private Konsum eine starke Stütze des enorm starken Wachstums sei, ebenso suggerierten vielen Medien, das Weihnachtsgeschäft 2012 laufe viel besser als in den letzten Jahren.
Fakt ist – Im gesamten Jahr 2012 setzte der deutsche Einzelhandel real 0,3 % weniger um als im Jahr 2011
Fakt ist – Der Einzelhandelsumsatz im Dezember 2012 war real um 4,7 % niedriger als im Dezember 2011
Von Januar bis April 2013 setzte der Einzelhandel in Deutschland trotz guter Kauflaune der Konsumenten insgesamt real 0,2 Prozent weniger um als im gleichen Zeitraum 2012.
Epilog
Die „Wahrheit“, die von der Nomenklatur aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik in den gleichgestimmten Medien euphorisch verkündet wird, suggeriert den Bürgern die „Große Kauflust“ und eine „Rekordbeschäftigung“ aufgebläht durch mehr als acht Millionen Mini und Midi und Teilzeitjobs obwohl jedem bewusst sein sollte, dass viele von ihrer Arbeit nicht leben können.
Wahr ist: 3 Euro 18 in der Stunde verdient eine Friseurin in Thüringen, 4 Euro 58 in der Stunde für eine Floristin in Brandenburg. Mehr als 20 Prozent aller Erwerbstätigen sind im Niedriglohnbereich beschäftigt, Tendenz rasch ansteigend. Einen unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz haben nur noch 60 % aller Erwerbstätigen.
Wahr ist auch, dass diverse Gruppen von Arbeitslosen (über 58 jährigen und die unter 25 Jährigen) in der Regel aus der offiziellen Statistik der Arbeitslosen verschwinden.
Ebenfalls Wahrheit ist, dass sich andere Arbeitslose nach dem Auslaufen des Arbeitslosengeldes I von den Jobcentern zurückziehen, sie sind zwar auf der Suche nach Arbeit, aber sie sind nicht im Sinne des SGB II bedürftig. Dazu gehören Frauen/Männer die über „Vermögen“ verfügen oder deren Partner ein „Einkommen“ erzielen das über der Grundsicherung liegt.
Zur Wahrheit gehört auch, dass viele Arbeitslose Jobangebote im prekären Bereich des Niedrigstlohnsektor erhalten und diese auch annehmen. Denn in Wahrheit heißt die Devise am „Arbeitsmarkt“: Kann die Arbeit von anderen noch billiger erledigt werden?


Autorin: Sybilla (am 31.07.2013)
Quelle: Politik im Spiegel

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