Wer und was wirklich hinter den „Jugendkrawallen“ steckt


„Die Jugendkrawalle in den Vororten weiten sich aus.“ So beschreiben deutsche Nachrichtenagenturen das neue Stockholm-Syndrom, nachdem es in der schwedischen Hauptstadt in der fünften Nacht in Folge Ausschreitungen gab, Polizisten brutal angegriffen und verletzt wurden, Hunderte Autos brannten und auch Schulen und eine kulturelle Einrichtung angezündet wurden. Drohen jetzt auch Ausschreitungen in anderen Städten? Der Krieg in den schwedischen Vororten lässt sich nicht mehr verheimlichen, also wird er verniedlicht.
So wie bei den „Jugendkrawallen“ in den „Suburbs“ von Londons und in der Folge in weiteren britischen Trabantenstädten im August 2011. So wie bei den „Jugendkrawallen“ in den Vororten von Paris und anderen französischen Banlieues im Oktober und November 2005. So wie bald auch in Berlin-Neuköln oder Duisburg-Marxloh?
Auslöser solcher Krawalle, oder besser: Vorwand, ist meist eine örtliche Polizeiaktion, die als „ungerecht empfunden“ wird. Umso selbstgerechter lässt es sich danach auf ebendiese Polizei einschlagen.
Überhaupt diese „Jugend“. Krawalliert hat sie in Deutschland so noch nicht. Aber sie mordete bereits. Etwa Daniel S., der im März in Kirchweyhe von „einer Bande jugendlicher Schläger“ ins Koma getreten wurde und den Verletzungen erlag. Oder vor ein paar Tagen, als ein 16-Jähriger von „einer Bande jugendlicher Schläger“ in Frankfurt am Main ins Koma getreten wurde (und in diesem Fall vermutlich überlebt). Ein ebenfalls europaweites Phänomen, erinnern wir uns zum Beispiel an die „Jugendlichen“, die im Dezember im Niederländischen Almere einen Schiedsrichter gejagt und totgetreten haben.
Was uns dann stets von Tagesschau, „Spiegel“ und Co als „Jugendgewalt“ oder „Jugendkrawall“ verkauft wird, ist erstaunlich unpräzise beschreiben. Jugend, ja, das stimmt. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber zumeist sind die Täter tatsächlich relativ „jugendlich“. Schön, dass man das noch so offen schreiben darf, ohne eine Altersgruppe zu „diskriminieren“.
Doch Jugend ist nur eine von mindestens vier Eigenschaften der Täter in Frankreich 2005, England 2011, Schweden 2013, Almere, Kirchweyhe, Frankfurt und, und, und… Sie sind nämlich so jugendlich wie männlich, ausländischer Herkunft (oft arabisch) und Sozialhilfebezieher – Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Was da in diesen Tagen und vor allem Nächten in Stockholm passiert, sind also mindestens so sehr Ausschreitungen von Männern, Migranten und Sozialamtskunden wie eben von „Jugendlichen“.
Solche schlichten Tatsachen aber sind unangenehm, wenn das Geschlecht doch keine Rolle mehr spielt (sind wir nicht alle ein bisschen Gender?), Multikulti ein großes buntes Fest ist (Halleluja) und soziale Gerechtigkeit (sie sei gepriesen) sich in der systematischen Förderung der Faulen und Trägen auf Kosten der Fleißigen zu manifestieren hat. Und nun auch noch Schweden. Sind das nicht die Vorzeigeeuropäer in Sachen Gender, Intergration und Sozialstaat? Es brennt ausgerechnet im linken Paradies, pardon: Volksheim?
Die Tatsache, dass es fast ausschließlich Männer sind, die in den Vorstadtkrieg ziehen, überrascht diesseits linker Ideologen niemanden. Frauen mögen ja inzwischen Fußball spielen (ästhetisches Ärgernis genug) und in manchen Armeen der Welt Versorgungsdienste übernehmen. An die Front drängen sie nach wie vor so wenig wie ins Bergwerk, Genderkokolores hin oder her. Das bleibt Männersache.
Und die ethnischen Hintergründe? Und die sozialen? Klar, dass unserer Journaille bei soviel hereinbrechendem Missstand ausgerechnet in ihrem Modellstaat Schweden nur noch eines einfällt: mehr davon. Vor allem mehr Geld. Noch mehr Geld für die befreundeten Helfer in der Integrationsindustrie. Noch mehr Geld für die „Jugendlichen“ selbst – umverteilt von den befreundeten Helfern in der Sozialindustrie, mit denen die Damen und Herren Redakteure einst die geisteswissenschaftlichen Fächer studierten, um später dank Staat so richtig abzukassieren. Einer für alle, alle für einen.
Totgeschwiegen wird dabei, dass die Frontverläufe in den Vorstadtscharmützeln stets ethnische Linien nachzeichnen. Wo sich Gewalt entlädt, spielen Herkunft und Abstammung (und wohl auch Religion) eine nicht unerhebliche Rolle. Aber ist der ethnische Konflikt nur Symptom oder auch der Auslöser der Konflikte?
Dagegen spricht das vierte Merkmal, das soziale. Ali, der Gemüsehändler mit den vier Kindern, ist nämlich gerade nicht an Krawallen beteiligt, Ethnie hin oder her. Ist es also doch im Kern die „soziale Benachteiligung“, die unsere Medien als Grundlage der angeblichen „Jugendgewalt“ ausgemacht haben?
Tatsächlich ist es eher das Gegenteil: soziale Übervorteilung! Sogar die ansonsten notorisch faktenresistenten Journalisten nehmen eine solche zur Kenntnis, wenn es um die anderen, also „die Reichen“ geht. Jeder kennt sie dann plötzlich doch, die Pappenheimer alias verzogenen Schickie-Schnösel, die Kinder der „Besserverdienenden“, um die sich deren Eltern nie liebevoll kümmerten, denen sie aber Geld – und nur Geld, viel Geld, ohne je eine Gegenleistung zu fordern – gaben. Natürlich sind diese „Jugendlichen“ gegenüber ihren Gönnern frech, böse und undankbar. Natürlich werden solche Bengel schon aus Langeweile in jedem dritten Fernsehkrimi zum gemeingefährlichen Mörder. Eine Line Kokain dazu? Machogehabe obenauf? Arroganz und Abscheu gegenüber der Umgebung? Ja, alles bekannt. Und nur folgerichtig, weil systematisch von den Eltern mit Geld-in-den-Popo-geblasen herangezüchtet. Das haben sie nun davon.
Eine Etage tiefer sieht die Sache kaum anders aus, wenn der freigiebige Papa, der weder Leistung noch Achtung zurückfordert, „Vater Staat“ genannt wird. Womöglich und im schlimmsten Fall ist es ein (kultur-) fremder Papa Staat. So wie der Multimillionär, der tatsächlich nur der Stiefvater ist und dennoch immer nur gibt, ohne irgend etwas zurückzuverlangen. Welcher Bengel würde den schätzen? Welcher arabische Jungmann achtet den französischen, englischen, schwedischen oder deutschen Sozialstaat, der ihm sein „Menschenrecht auf Flachbildschirm und Smartphone“ eintrichtert und finanziert, sonst aber nichts mitgibt als anonyme behördliche Lieblosigkeit. Und vor allem, der nichts fordert.
Wer dagegen täglich zur Arbeit geht, um sein Leben eigenverantwortlich zu bestreiten, der entwickelt Selbstbewusstsein und Gefühl auch für andere statt Neid und Hass. Er kommt auch nicht so leicht auf krumme Gedanken. Und schon gar nicht wird er wochentags fünf Nächte hintereinander andererleuts sauer verdiente Autos anzünden oder Polizisten halbtot schlagen, die im Zweifel weniger Geld für ihren Job erhalten als die Schläger mit den Molotowcocktails für ihre Nichtsnutzigkeit. Schon deshalb, weil morgen früh um halb Sieben der Wecker wieder klingelt.
Die jugendlichen Sozialhilfeempfänger in den klassischen europäischen Wohlfahrtsstaaten sind Kinder ihrer Politik. Missraten und verkauft, systematisch. Den Einheimischen unter ihnen geht es materiell betrachtet ohne jede Anstrengung besser als ihren Großeltern. Die mussten für den flackernden Röhrenbildschirm und das klackernde Wählscheibentelefon noch sechs Tage die Woche hart arbeiten. Die verzogene Wohlfahrtsstaatsbagage bedient die die immer allerneuesten multifunktionellen und geräuschlosen Gerätschaften, mit deren Hilfe sie dann auch erfahren, wo die nächsten Randale stattfinden. Löcher in der Hose tragen sie allenfalls aus modischen Erwägungen. Den „Kulturfremden“ unter ihnen aber geht es ohne jede Anforderung nicht nur weit besser als noch ihren arbeitenden Großeltern, sondern auch tausendmal besser als den alten Kumpels in ihren Heimatländern. Ihre Gewalt ist kein Armuts-, sondern tatsächlich ein Wohlstandsphänomen.
Die von ARD, „Spiegel“ und Co ausgemachten „Jugendkrawalle der sozial Benachteiligten“ sind in Wirklichkeit entlang ethnischer Linien verlaufende Vorkriegsspiele junger Männer fremder Herkunft, denen es nicht zu schlecht, sondern zu gut geht. Es scheint, dass nun europaweit die Ernte für gigantische sozialdemokratische Fehlanreize eingefahren wird. Demnächst auch in Neukölln und Marxloh?


QuelleIndexexpurgatorius’s Blog (28.05.2013)

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s