Die USA: Eine psychotische Supermacht mit dem Finger am Abzug


Finian Cunningham
Die USA sind zu einer psychotischen Supermacht geworden, die wegen ihrer eigenen vergifteten Propaganda unter Verfolgungswahn leidet. Dieser gesetzlose, bis an die Zähne bewaffnete, durch Selbstgerechtigkeit verblendete Schurkenstaat stellt die größte Bedrohung für die Sicherheit der Welt dar.
Besonders die Bevölkerung der westlichen Staaten sollte sich nicht länger vor imaginären Feinden fürchten, sondern vor allem auf folgende Tatsachen konzentrieren: Die Sicherheit der Welt und die Zukunft der Menschheit werden ausschließlich von der US-Regierung, ihren Geheimdiensten und dem US-Komplex aus Großbanken, Militär und (Rüstungs-)Industrie bedroht, dem diese Administration dient.
Durch eine in dieser Woche eingeleitete unheilbringende Maßnahme wird die psychotische Supermacht künftig den Finger ständig schussbereit am Abzug haben. Nach einem Bericht in einer in den USA erscheinenden Publikation zur Außenpolitik wurde dem Pentagon von seinem Defense Science Board (einem Gremium von Wissenschaftlern, das es in Verteidigungsfragen berät, das sich auch hat täuschen lassen, empfohlen, für den (äußerst unwahrscheinlichen) Fall eines “katastrophalen Cyber-Angriffs” eine Doomsday Retaliation Force (eine Vergeltungsstreitmacht, die den Weltuntergang herbei führen könnte) zu schaffen.
Diese Vergeltungsstreitmacht müsse unabhängig sein und dürfe nicht in bestehende militärische Strukturen eingebunden werden. Sie müsse aus Atombombern des Typs B-52 bestehen und auf Anordnung der US-Regierung ausländische Feindmächte vernichten, dienach “Erkenntnissen” der Regierung fatale Cyber-Angriffe planen. Wichtig ist dabei, dass schon solche “Erkenntnisse” einen “Vergeltungsschlag” auslösen könnten.
Was diese Entwicklung so beunruhigend macht, ist ihre Selbsterfüllungstendenz. In den letzten Monaten haben US-Politiker und ihnen hörige Nachrichtenmedien ausländischen Staaten wiederholt Offensiven mit Computerviren angelastet. Vor allem China wurde beschuldigt, Hacker-Angriffe auf die US-Regierung und Zeitungen wie die New York Times und die Washington Post durchgeführt zu haben.
Wie für so viele andere von US-Geheimdiensten gestreute Behauptungen wurden auch für die angeblichen Cyber-Angriffe keine überzeugenden Beweise vorgelegt. Wie schon beim Drohnen-Mordprogramm des Pentagons wird die Öffentlichkeit auch hier wieder mit so genannten “Erkenntnissen” der US-Geheimdienste abgespeist, die immer angeführt werden, wenn die Angst vor (angeblich) drohenden Terroranschlägen geschürt werden soll.
Die Behauptung, China, Russland und der Iran führten einen Cyber-Krieg gegen die USA, dürfte unbegründet sein, lässt aber eine Haltung erkennen, die gleichzeitig hysterisch und scheinheilig ist. Zweifellos betreiben alle Regierungen in gewissem Ausmaß Computerspionage – als moderne technologische Weiterentwicklung ihrer uralten Spionagetätigkeit.
Durch die in den USA erhobenen Vorwürfe, einer beispiellosen Welle einseitiger Cyber-Angriffe ausgesetzt zu sein, soll bewusst Hysterie erzeugt werden. Vor allem Peking bestreitet jedes Fehlverhalten, und China hat Daten veröffentlicht, die belegen sollen, dass es selbst einem massiven Cyber-Angriff von Seiten der USA ausgesetzt ist. Sehr wahrscheinlich trifft es auch zu, dass die USA zusammen mit ihrem Handlanger Israel iranische Atomanlagen mit Stuxnet- und Flame-Viren lahmlegen wollten.
Die wirkliche Gefahr besteht deshalb darin, dass die US-Regierung mit der von ihr erzeugten Cyber-Hysterie ihre seit Langem gehegte Absicht rechtfertigen will, Krieg und Zerstörung in jedes von ihr anvisierte Land tragen zu können – grundlos und ohne jede Rücksichtnahme auf das Völkerrecht.
Bisher mussten die USA viel Zeit, viel Geld und politische Tricks aufwenden, um einen Krieg anzetteln zu können, bei einem angeblich drohenden Cyber-Angriff wollen sie sofort losschlagen.
Es dürfte sehr einfach sein, einen an Pearl Habour angelehnten “überraschenden” Cyber-Angriff unter falscher Flagge – im Stil der Anschläge am 11.09.(2001) – zu inszenieren und ihn jedem beliebigen Feind anzuhängen. Man muss nur für ein paar Stunden die Lichter in Washington ausgehen lassen und mit Unterstützung hilfsbereiter Medien eine Massenpanik erzeugen, dann können die B-52 losfliegen und einen angeblichen Schurkenstaat in die Steinzeit zurückbomben. Anschließend kann dann unter US-Führung mit der neoliberalen kapitalistischen Rekolonisierung begonnen werden.
Spätestens seit dem Zweiten Weltkrieg ist erwiesen und sogar der durch ständige Propaganda desinformierten US-Bevölkerung bekannt, dass auch die USA nicht vor Völkermord zurückschrecken.
Mit dem atomaren Holocaust, dem in Hiroshima und Nagasaki Hunderttausende von Zivilisten zum Opfer fielen, begann diese gestörte Supermacht ihren langen Schatten über die ganze Welt zu werfen.
Einige Jahrzehnte konnte sich der wahnsinnige US-amerikanische Riese unter dem Schleier des “Kalten Kriegs” gegen die Sowjetunion verbergen und vorgeben, der “Beschützer der freien Welt” zu sein. Wenn das wahr gewesen wäre, hätte dann nicht schon vor mehr als 20 Jahren – gleich nach dem Ende des Kalten Krieges – Frieden auf Erden einkehren müssen? Warum wuchern dann heute noch so viele Konflikte, dass ständig irgendwo auf der Welt Krieg herrscht? Die Kriege im ehemaligen Jugoslawien, im Irak und in Afghanistan sind zu einem großen, von den USA angeführten Krieg verschmolzen, der sich von Asien über den Mittleren Osten bis nach Afrika erstreckt.
Der “Krieg gegen den Terror”, der eigentlich gegen die “bösen Islamisten” geführt wird, hat den Kalten Krieg gegen andere Buhmänner, die “bösen Kommunisten”, abgelöst. Nur wenn wir diese Märchen durchschauen, erschließen sich uns die wahren Hintergründe der Ereignisse.
Die Wahrheit ist ganz einfach: Der Appetit der imperialistischen US-Kriegstreiber auf Krieg, Ausplünderung und Vorherrschaft ist unersättlich. Wenn den USA ein Feind abhanden kommt, erfinden sie sofort einen neuen.
Die Mär vom Kalten Krieg kann leicht durch die bereits erwähnte Tatsache als Lüge entlarvt werden, dass mehr als 22 Jahre nach dem Zusammenbruch der “bösen” Sowjetunion die Welt nicht etwa friedlicher geworden ist, sondern viel stärker unter Kriegen und Konflikten leidet. Auch die Mär vom Krieg gegen den Terror lässt sich nicht aufrechterhalten, weil die angeblich bekämpften “bösen Islamisten” in den 1980er Jahren von Geheimdienstagenten der USA und Großbritanniens mit Geld aus Saudi-Arabien für (den Krieg gegen die Rote Armee in) Afghanistan angeworben und ausgebildet wurden und auch heute noch vom Westen benutzt werden, um Libyen, Syrien und indirekt auch Mali zu destabilisieren.
Was übrig bleibt, ist eine Welt, die von den USA und ihren Komplizen ständig mit Kriegen überzogen wird. Als führende Macht im globalen kapitalistischen System sind die USA die Triebfeder bei der Durchsetzung der Ziele des aus Großbanken, Militärs und Rüstungsindustrie bestehenden US-Komplexes. Dieser Komplex betreibt die Unterwerfung aller Nationen – ihrer Arbeiter, Industrien und Regierungen – unter die totale politische und wirtschaftliche Kontrolle eines globalen Netzwerks des Finanzkapitalismus. Dabei wird die US-Regierung natürlich von ihren westlichen Verbündeten und dem Militärapparat der NATO unterstützt.
Jeder Staat, der sich den Imperialisten nicht freiwillig unterwirft, wird für einen Angriff ins Visier genommen. Vorgesehene Ziele sind Russland, China, der Iran, Venezuela, Kuba und Nordkorea. Bereits unterworfen wurden Vietnam, Angola, Mozambique, Grenada, Nicaragua, Chile und Panama. Unterwerfungsoperationen laufen gerade im Irak, in Afghanistan, in Libyen, in Syrien und in Mali.
Der Unterschied zwischen verdeckten und offenen Angriffen des US-Hegemons (der Weltmacht USA) ist nur graduell. Die schon Jahrzehnte andauernden Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, die Cyber-Angriffe auf seine Industrie und seine Infrastruktur, die Ermordung iranischer Atomwissenschaftler, der Aufbau der Terrororganisation MEK und die offenen Kriegsdrohungen der USA und ihres Komplizen Israel deuten darauf hin, dass der Iran nicht nur ein zukünftiges Ziel ist, sondern bereits bekriegt wird.
Was Russland betrifft: Auch der Aufbau eines Raketenabwehrsystems vor Russlands Grenzen dient der Kriegsvorbereitung. Und was China angeht: Die Aufrüstung Taiwans durch die USA, die häufigen Kriegsspiele im Südchinesischen Meer und das Anheizen territorialer Konflikte sind nur Beispiele dafür, dass die US-Politik immer ein “Krieg mit anderen Mitteln” ist.
Die Geschichte lehrt, dass die heutige Welt zum Schießplatz für eine durchgedrehte US-Regierung geworden ist, die sich über alle Gesetze hinwegsetzt. Und das hat sie nicht nur in den über 60 Kriegen getan, die sie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs angezettelt hat und in denen sie Millionen Menschen ermordete. Seit Jahrzehnten wird diese traurige Wahrheit durch Propagandalügen über den Kalten Krieg, über den Krieg gegen den Terror und über andere Konflikte verdeckt; die entsetzliche Realität lässt sich aber nicht mehr länger verbergen. Die USA führen gegen die ganze Welt Krieg.
Der jüngste Schachzug der herrschenden US-Elite, der Trick mit der militärischen Abwehr eines nicht nachprüfbaren Cyber-Angriffs, der ihr unbegrenzte Möglichkeiten zur Ausplünderung der Welt liefern soll, ist der Höhepunkt ihrer psychotischen Verkommenheit im Streben nach Weltherrschaft.

Finian Cunningham (geboren 1963) hat sich sehr ausführlich mit internationalen Angelegenheiten befasst und Artikel in mehreren Sprachen veröffentlicht. Er ist Master der Agrarchemie und hat als wissenschaftlicher Redakteur für die Royal Society of Chemistry in Cambridge in England gearbeitet, bevor es sich dem Journalismus zuwandte. Er ist auch Musiker und Songschreiber. Der Autor und Kommentator für verschieden Medien wurde im Juni 2011 wegen seiner kritischen journalistischen Arbeit aus Bahrain ausgewiesen, weil er die Menschenrechtsverletzungen des vom Westen gestützten Regimes anprangerte.
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