Verbrecher Erdogan: Islamophobie ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit


Oder sollte es zumindest sein, wenn es dem türkischen Premier Erdogan nachginge. In Wien auf einer UN-Konferenz zur Förderung des Dialogs zwischen Völkern und Religion, der Name spricht für sich, sagte er: 
“So wie das für Zionismus, Antisemitismus und Faschismus gilt, ist es unerlässlich, Islamophobie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu betrachten.”
Ja, so einfach ist das, wir erklären etwas zum Verbrechen, noch dazu gegen die Menschlichkeit und schon wird´s besser und was die Tatbestände für Islamophobie sein sollen, das überlassen wir am besten den Mullahs und denjenigen, die in die Länder, in denen andere Religionen ansässig sind, eindringen und diese mit ihrer Religion, die sich Islam nennt, überschwemmen und beherrschen wollen. Das wehren gegen diese Okkupation nennt man dann Islamophobie. Dass es sich um eine verschleierte Landnahme handelt, wird wohlwissend verschwiegen. Die Religionsfreiheit ist ja auch ein zu schönes Deckmäntelchen für Eroberungsgelüste und verdeckte Aggressionen. Daher fordere ich, Abschaffung der Religionsfreiheit, keine Sonderrechte für Religionen oder irgendetwas anderes. Freiheit kann nicht hier eingeschränkt werden und dort gewährt, das geht nicht.
Aber wieder zurück zum Thema.
Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Zionismus besteht da schon, aber nicht in Puncto Islamophobie, sondern in Puncto Islam/Religion/Ideologie. Beide nehmen für sich in Anspruch, dass berechtigte oder unberechtigte Kritik als Verbrechen „gegen die Menschlichkeit“ gegeißelt und unterbunden wird.
Eine kleine Information noch am Rande, der Begriff „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ wurde 1943 in Stalins Moskau gemeinsam mit einem britischen Vertreter des Außenministeriums kreiert, um uns Deutsche besser packen zu können.
Britische Imperialisten und stalinistische Unterdrücker definieren, was „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ sind und schließen sich ausdrücklich aus, so geht´s auch.
Im Jahre 1945 wurde in London folgende Definition vereinbart:
„Verbrechen gegen die Menschlichkeit, unter anderem: Mord, ethnische Ausrottung, Versklavung, Deportation und andere unmenschliche Akte gegen die Zivilbevölkerung oder: Verfolgung aufgrund von rassistischen, politischen und religiösen Motiven; unabhängig davon, ob einzelstaatliches Recht verletzt wurde.“
Damit wurde „Recht“ geschaffen, das vorher nicht bestand, das aber für den Verlierer des Kriegs und die Leute, die als Hauptkriegsverbrecher bezeichnet wurden, galt, nicht aber für Amerikaner, Russen, Briten und Franzosen. Der Verteidigung der „Hauptkriegsverbrecher“ wurde nicht einmal zugestanden, als Verteidigung vorzubringen, dass die Richter-/Siegerstaaten, gleiches machten, in Dienstanweisungen nahezu wortgleiche Anweisungen standen. Das nenne ich eine Rechtsprechung, da hat die Welt wirklich etwas gewonnen. Was wir heute erleben, ist nichts anderes, als die Weiterentwicklung und Fortsetzung Nürnbergs. Der Verlierer, der Schwache hat nicht nur verloren, der ist verloren, der Sieger, der Starke ist Ankläger, Richter und Henker.
Verfolgung aufgrund von politischen Motiven, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, da lachen ja die Hühner. Das schrieben diejenigen nieder, die einige Monate und Jahre zuvor noch ernsthaft darüber diskutierten, ob man nicht alle „Nazi“offiziere vom Unteroffizier aufwärts einfach erschießen sollte, Churchill milderte einen Vorschlag Stalins ab, der 50 000 Offiziere einfach erschießen lassen wollte und meinte man könne auch knapp darunter bleiben und ausgerechnet diese Leute definieren diesen Begriff und spielen sich zum Richter auf.
Politische und/oder rassistische Verfolgung im stalinistischen Russland ein Fremdwort, man denke nur an die Moskauer Prozesse oder an die Umsiedelungen der Völker innerhalb der SU, der Gulags etc., ebenso in den USA, Stichwort McCarthy-Ära, Apartheitspolitik bis weit in die 60er hinein. Von der Behandlung der Mächte Japan und Deutsches Reich bzw. deren Völker, will ich gar nicht erst sprechen.
2002 wurde in Rom der Begriff genauer präzisiert und dient so als Grundlage für den internationalen Strafgerichtshof:
Artikel 7 des Rome Statuts im Wortlaut:
  • Absatz 1: Jeder der folgenden Akte, wenn sie im Rahmen eines ausgedehnten oder systematischen Angriffs gegen die Zivilbevölkerung und in Kenntnis des Angriffs erfolgen:
    • (a) vorsätzliche Tötung
    • (b) Ausrottung
    • (c) Versklavung
    • (d) Vertreibung oder zwangsweise Überführung der Bevölkerung
    • (e) Freiheitsentzug oder sonstige schwerwiegende Beraubung der körperlichen Freiheit unter Verstoß gegen die Grundregeln des Völkerrechts
    • (f) Folter
    • (g) Vergewaltigung, sexuelle Versklavung, Nötigung zur Prostitution, erzwungene Schwangerschaft, erzwungene Sterilisation und ähnliche schwere sexuelle Eingriffe
    • (h) Verfolgung einer Gruppe oder Einheit aus politischen, rassischen, nationalen, ethnischen, kulturellen, religiösen, geschlechtlichen oder anderen Gründen, die allgemein als unzulässig anerkannt sind im internationalen Recht in Verbindung mit diesem Paragraph und den anderen Verbrechen, die der Jurisdiktion dieses Gerichtes unterliegen.
    • (i) Apartheid
    • (j) Zwangsweises Verschwindenlassen von Personen
    • (k) Andere unmenschliche Behandlungen ähnlichen Charakters, die vorsätzlich großes Leid oder schwere körperliche oder mentale Verletzungen verursachen.

  • Absatz 2: Zur Definition von Absatz 1:
    • (a) Angriff gegen die Zivilbevölkerung bedeutet: Eine Verhaltensweise, die mit der mehrfachen Begehung der in (§1) genannten Handlungen gegen eine Zivilbevölkerung verbunden ist, in Ausführung oder zur Unterstützung der Politik eines Staates oder einer Organisation, die einen solchen Angriff zum Ziel hat.
    • (b) Ausrottung bedeutet die vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen wie zum Beispiel den Entzug von lebensnotwendigem Material wie Lebensmittel und Medikamenten mit dem Ziel, Teile der Bevölkerung zu vernichten.
    • (c) Versklavung bedeutet die Ausübung jeglicher Gewalt, um über Menschen als Eigentum zu verfügen, inklusive dem Menschenhandel, insbesondere mit Frauen und Kindern.
    • (d) Vertreibung oder zwangsweise Überführung der Bevölkerung bedeutet die erzwungene, völkerrechtlich unzulässige Verbringung der betroffenen Personen durch Ausweisung oder andere Zwangsmaßnahmen aus dem Gebiet, in dem sie sich legal aufhalten.
    • (e) Folter bedeutet die absichtliche Schmerzenszufügung, körperlich oder mental, von Personen in Haft oder unter Kontrolle durch Ankläger, ausgenommen sind Schmerzen und Leiden, die der legale Strafvollzug mit sich bringt.
    • (f) Erzwungene Schwangerschaft bedeutet die rechtswidrige Gefangenhaltung einer zwangsweise geschwängerten Frau in der Absicht, die ethnische Zusammensetzung einer Bevölkerung zu beeinflussen oder andere schwere Verstöße gegen das Völkerrecht zu begehen. Die Bestimmung ist nicht so auszulegen, als berühre sie innerstaatliche Gesetze in Bezug auf Schwangerschaft.
    • (g) Verfolgung bedeutet die absichtliche, schwere Verletzung von fundamentalen Grundrechten gegen internationales Recht wegen der Identität einer Gruppe oder Gemeinschaft.
    • (h) Apartheid bedeutet unmenschliche Akte ähnlich denen im (§1), verübt durch ein institutionalisiertes Regime, in Form einer systematischen Unterdrückung und Dominierung einer Rasse durch eine andere.
    • (i) Zwangsweises Verschwindenlassen von Personen bedeutet die Festnahme, den Entzug der Freiheit oder die Entführung von Personen; durchgeführt, unterstützt oder gebilligt durch einen Staat oder eine politische Organisation, gefolgt von der Weigerung, diese Freiheitsberaubung anzuerkennen oder Auskunft über das Schicksal oder den Verbleib dieser Personen zu erteilen, in der Absicht, sie für längere Zeit dem Schutz des Gesetzes zu entziehen.

Quelle: Wikipedia
Da hat sich Erdogan wohl etwas vergriffen, man mag zu obigen Definitionen stehen wie man will, von Faschismus, Antisemitismus, Zionismus ist da nichts zu lesen.
Dass sich alle Welt über die Äußerungen Erdogans aufregt, hat allerdings nicht den Hintergrund, dass er ganz einfach nur Blödsinn schwafelt, sondern den Hintergrund, dass er Faschismus und Zionismus in einem Atemzug nennt und, kein Wunder, das geht gar nicht. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, also DER zionistischen Organisation der Juden in Deutschland, meldete sich auch gleich zu Wort und meinte, der Weg für die Türkei nach Europa sei verbaut. Der Herr hat gesprochen. Mit welchem Recht? Das wissen die Götter.
Man könnte noch lang und breit über das Thema schreiben, von wegen Doppelmoral, Verletzungen von Menschenrechten hier und dort, Verbrechen gegen die Menschlichkeit hier und dort, die Anwendung des Strafrechts nur gegen ausgewählte, nicht auserwählte, Politiker oder Militärs usw. usf..
Aber eines möchte ich schon noch loswerden, den Intern. Strafgerichtshof betreffend, der ja diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit verfolgen soll, die Erdogan und nicht nur er, so groß im Munde führt.
Schauen wir uns einfach mal an, wer den Intern. Strafgerichtshof nicht anerkennt:
An erster Stelle sind hier die Vereinigten Staaten zu nennen, die auch angekündigt haben,verhaftete US-Bürger mit Waffengewalt zu befreien.
Weiter geht es mit:
Volksrepublik China, Indien, Irak, Iran, Israel, Kuba, Nordkorea, Pakistan, Russland, Syrien, Saudi-Arabien, Sudan und die Türkei
Quelle: Wikipedia
Ob die Aufzählung komplett ist, weiß ich nicht, ist mir in diesem Rahmen auch egal.
Besonders interessant ist in diesem Fall allerdings, dass sich die Türkei auch weigert diesen Strafgerichtshof anzuerkennen. Also wollen sie auch frei definieren und interpretieren. Sie will also auch Ankläger, Richter und Henker sein und nur das Recht anerkennen, dass sie nicht behindert, sondern den Weg freimacht. Auch der Herr Graumann sollte sich diese Liste mal anschauen und die Frage beantworten, wieso der Judenstaat diesen Gerichtshof nicht anerkennt. Aber es ist müßig diese Frage zu stellen.
Ich will es mal so sagen, gleiches Recht für alle. Ein Recht das nicht für alle gleichermaßen gilt, ist kein Recht, es ist Willkür und Unterdrückung für einen Teil der Menschheit, durch einen anderen, den herrschenden.
Forderte nicht Clinton, die Außenministerin des Staates der diesen Gerichtshof am stärksten bekämpft, die Auslieferung Gaddafis an eben diesen Gerichtshof? Das auch wieder nur am Rande.
Wenn der Türke schon meint, dass er von Verbrechen gegen die Menschlichkeit sprechen muss, dann soll er mal von der Unterdrückung des kurdischen Volkes sprechen, vom Raub armenischen Landes, von der Vertreibung und Ermordung der Armenier und der Griechen, letzteres ist zwar schon Geschichte aber trotzdem, die Türkei könnte entschädigen und den Armeniern und Kurden ihr Land und ihre Autonomie geben, den Vertriebenen Griechen eine Entschädigung. Auch könnte die Türkei aufhören die Aufständischen in Syrien zu unterstützen, anstatt ständig die Kriegstrommel zu rühren und sich mitschuldig am Tod vieler Zivilisten zu machen.
Ganz zum Schluss möchte ich noch eines sagen, wenn er meint, der Erdogan, seine Leute seien Verbrechen gegen die Menschlichkeit ausgesetzt, dann sollte er sie schleunigst nach Hause rufen und dort selbst ernähren. Nicht anderen den Geburtenüberschuss aufhalsen und dann noch politische Spielchen damit spielen.
Das, mein gar nicht lieber Erdogan ist nicht ehrenhaft und auf Ehre etc. legen doch Leute wie Du besonders großen Wert, zumindest nach außen. Ich nenne ein solches Verhalten erbärmlich und unanständig.
Der stolze türkische Staat, sollte doch in der Lage sein, dem türkischen Volk Heimat und Auskommen zu bieten. Wenn nicht, dann einfach das Maul halten und dankbar sein.
Ob das Großmaul Peer hier auch sein Maul aufreißen wird? Wenn ja, dann sicher nur in dem Sinne der Ungeheuerlichkeit der Aussage Erdogans, dass er sich erlaube die unangreifbare Ideologie des Zionismus, mit dem „Verbrechen“ Faschismus gleichzustellen. Dass die Union das Großmaul mittlerweile fürchtet, da es ja angeblich die Wahrheit aussprechen soll oder zumindest das, was viele denken, spricht wieder einmal nicht für die CDU.
Daran lässt sich auch erkennen, wie weit die CDU von den Deutschen mittlerweile entfernt ist. Sie verwechselt hier wieder, dass was sie sagen möchte und sich nicht traut, mit dem was wir sagen oder sagen würden, würden wir denn gefragt und gehört. In der politischen Kaste ist dies aber nichts besonders. Sicherlich gibt es auch hierfür einen Begriff aus der Psychiatrie.
Zum Schluss, möchte ich noch auf eines hinweisen, mit der UN-Resolution 3379 wurde der Zionismus, im Jahre 1975, als eine Form des Rassismus benannt und Israel in eine Reihe mit Staaten wie Südafrika und Rhodesien gestellt.
Lang lang ist´s her. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, wurde im Jahre 1991 diese Resolution gekippt. Kofi Annan bezeichnete diese Resolution gar als Tiefpunkt der Vereinten Nationen. Ja, ja, da kann man sagen was man will, das will und muss gelernt sein. Dass dies natürlich Ausdruck der Verschiebung der weltweiten Machtverhältnisse ist, braucht nicht extra betont zu werden.
Gab es vorher so etwas wie ein Gegengewicht, verschwand dieses und löste sich nahezu in nichts auf, bis ein gewisser Putin kam, ein böser, böser Russe, der wieder ein gewisses Gegengewicht herstellen konnte.


Quelle: Deutsche Ecke (02.03.2013), Veröffentlicht unter dem Titel “Islamophobie ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit”

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