Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) – Neue Jugendbewegung für eigene Kultur gegen Überfremdung und Multikulti


13687 445130962209572 1836393611 n 230x170 Identitäre Bewegung: Lage, Herausforderungen, Perspektiven
Die seit einem knappen Vierteljahr bestehende Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) erfährt aufgrund ihrer für manche unerwartet starken Resonanz gegenwärtig besondere Aufmerksamkeit durch Aktivisten aus dem linken Spektrum und mit diesen sympathisierende Journalisten. Man sieht in dieser neuen Jugendbewegung offensichtlich eine ernstzunehmende Herausforderung, auf die man mit der gleichen Rhetorik und denselben Methoden reagiert, mit denen man jedem nicht-linken Herausforderer zu begegnen versucht.
Die IBD entstand im Oktober 2012, nachdem einige Studenten ein Video des französischen „Bloc Identitaire“ ins Deutsche übersetzt und bei YouTube eingestellt hatten. Auf einer dazugehörigen Facebook-Seite meldeten sich daraufhin innerhalb weniger Wochen mehrere tausend Interessenten, aus denen mittlerweile rund 35 lokale Gruppen mit rund 300 aktiven Unterstützern hervorgingen. Eine formelle Mitgliedschaft oder feste Organisationsstrukturen gibt es bislang nicht.  Die meisten Unterstützer sind zwischen 16 und 27 Jahre alt, überdurchschnittlich gebildet, männlich und leben in westdeutschen Großstädten. Zur Erklärung dieser Zusammensetzung wurde angemerkt, daß Identitätsverlust für die Bewohner ländlicher Regionen sowie des Ostens der Bundesrepublik weniger stark im Alltag spürbar sei bzw. dort andere Probleme als dringender erschienen.
Das erklärte Ziel der IBD ist der Erhalt der ethnokulturellen Identität Deutschlands und Europas, die man durch Zerstörung kultureller Substanz in Folge des Wirkens der 68er-Bewegung, die demographische Entwicklung und Massenzuwanderung bedroht sieht. In vier Grundsatzerklärungen (1234) hat die Bewegung ihre Positionen erläutert.
Als wichtigste Motivation unter den Aktiven treten neben Sorgen über die Zukunft Deutschlands und Europas auch Sorgen über die eigene Zukunft hervor. Einige der Aktiven erleben in ihrem Umfeld und in ihrer Altersgruppe Deutsche bereits als demoralisierte Minderheit, die zunehmend von Zuwanderergruppen zurückgedrängt wird, die ihrer Identität deutlich positiver gegenüberstehen und diese mit Unterstützung von Staat und Zivilgesellschaft selbstbewußt bis aggressiv artikulieren, während von Deutschen Anpassung verlangt wird. Der gegenwärtige Kurs der deutschen Gesellschaft, der für die jüngere Generation und deren Nachkommen nur eine Rolle als stetig zurückweichende Minderheit in der eigenen Heimat vorsieht, welche die Schulden der Elterngeneration abzutragen und die Ansprüche der Zuwanderer zu erfüllen hat und darüberhinaus die überwiegend negativen Folgen dieser Entwicklung als Bereicherung verstehen soll, wird von den Identitären abgelehnt.
Der Großteil der Identitären macht dabei nicht in erster Linie den in Identitätsfragen besonders sichtbaren Islam oder muslimische Zuwanderer für diese Entwicklung verantwortlich, sondern die Deutschen selbst. Problematische Folgen von Zuwanderung werden überwiegend als Folge des Versagens der Deutschen verstanden, Zuwanderungund andere Themen im Interesse künftiger Generationen zu gestalten. In einem programmatischen Text heißt es dementsprechend: „Wenn ihr die wahre Ursache von Deutschlands und Europas Misere sehen wollt, dann schaut in den Spiegel!“
Aktivitäten der Identitären reichen von „Flashmobs“ und überraschenden Auftritten bei multikulturalistischen Veranstaltungen über Plakatier- und Aufkleberaktionen und Verbreitung graphisch orientierter Botschaften über Facebook bis zur Produktion von Videos. Ziel der Aktionen ist es, identitäre Fragen durch Störung des behaupteten Konsenses und Konfrontation mit den realen Folgen des Identitätsverlusts stärker sichtbar werden zu lassen.
Chancen der Identitären Bewegung
Identitätsdebatten sind eine Konstante deutscher Kultur, wie etwa Nietzsche beobachtete:
 Es kennzeichnet die Deutschen, daß bei ihnen die Frage „was ist deutsch?“ niemals ausstirbt.
Durch Zuwanderung und Globalisierungsdruck haben Identitätsfragen in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Vor allem Identitätsfragen mit Islambezug prägen zunehmend politische Diskussionen, wenn auch nur recht einseitig in Form von Anpassungsforderungen an die deutsche Bevölkerung. Deutsche reagieren darauf verstärkt mit der Entdeckung, daß die eigene Identität und deren Rolle in ihrer Heimat nicht selbstverständlich sind. Eine Umfrage der GfK Marktforschung zum Identitätsthema ergab etwa, daß gerade unter jüngeren Deutschen (die den Bevölkerungsaustausch direkter erleben als andere Generationen) stärkere Bezüge zur deutschen Identität zunehmen würden. Über 70% aller Befragten stimmten der Aussage zu, daß Deutsche „mehr Selbstbewußtsein im Hinblick auf ihre nationale und kulturelle Herkunft zeigen“ sollten.
Die Erfahrungen der Deutschen mit dem Bevölkerungsaustausch und der Tabuisierung der eigenen Identität sind überwiegend negativ und werden mit fortschreitender Entwicklung immer negativer, was auch aus einer aktuellen Erhebung des Allensbach-Instituts hervorgeht, der zufolge durch persönliche Erfahrungen mit Zuwanderern positive Einstellungen gegenüber Zuwanderung abnehmen würden. Zunehmen würden hingegen Forderungen von Deutschen nach einer Leitkultur, die auf ihrer kollektiven Identität aufbaut und diese gegen Verdrängung schützt.
Werbestrategen haben den zunehmenden Wunsch nach Identität längst erkannt und vermarkten Produkte seit einiger Zeit durch Ansprache entsprechender Bedürfnisse mit regionalen Identitätsbezügen (siehe etwa hierhier oder hier), während Landlust-Magazine hohe Auflagen erreichen und deutsche Nachrichtenmagazine sich an vermehrt auftauchenden „bezopften Mädels in Biostrickmode“ stören.
Die Identitären stoßen mit ihrem Thema in eine Lücke vor, die zu besetzen kein relevanter Akteur in den vergangenen Jahren gewagt hatte. Dabei vermeiden die Identitären bislang zu enge Definitionen dessen, was deutsche Identität für sie ausmacht. Identität wird von ihnen nicht als Katalog klar abgrenzbarer Eigenschaften definiert, sondern als lebendige Erfahrung verstanden. Daß sie damit einen Nerv getroffen haben, zeigen neben den vielen Interessenten, die innerhalb weniger Wochen den Kontakt zu ihnen suchten, auch die Reaktionen ihrer Gegner.
Herausforderungen für die Identitäre Bewegung
Die größten Herausforderungen für die Identitären sind die Kampagnen ihrer Gegner, die von Teilen der Medien unterstützt werden; sowie der Mangel an Leitung und Strukturen innerhalb der IBD. Weitere Herausforderungen sind offene Fragen, inwiefern Distanzierungen im Vordergrund der öffentlichen Darstellung stehen sollten, und welche Aktionsformen identitäre Ziele am besten vermitteln können. Auch der Umgang mit dem Thema Islamkritik stellt eine offene Frage dar.
  • Die IBD ist sowohl seitens NS-naher Aktivisten als auch seitens diverser Antifa-Initiativen und mit ihnen verbundenen aktivistischen Journalisten Anfeindungen ausgesetzt. Bereits kurz nach der Entstehung der IBD startete das „Netz gegen Nazis“einen ersten Angriff, in dem Alice Lanzke der IBD „Nazi-Inhalte“ unterstellte. Auch der für Antifa-Projekte wie „Störungsmelder“ und „Publikative“ schreibende Aktivist Roland Sieber behauptete zunächst, die IBD vertrete „braune Ideologie“. Dies empfand auch Sieber selbst offensichtlich als überzogen, so daß  er kurz danach zurückruderte und in einem weiteren Beitrag Ansätze zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der IBD zeigte, deren Positionen er nun sprachlich leicht entschärft als „rassistisch“ bewertete. Robert Scholz gelang in einem sachlichen Beitrag bei „Endstation Rechts“ eine in mancher Hinsicht zutreffende Analyse der IBD, die jedoch eine Ausnahme blieb. Zuletzt kehrten Aktivisten und mit ihnen verbundene Medien wieder zur Strategie der aggressiven Denunziation zurück, wie etwa Timo Brücken von „Spiegel Online“ oder das ZDF, wo diverse als unabhängige Experten vorgestellte Aktivisten die IBD wegen der Verwendung von Begriffen wie „Heimatliebe“ als „rechtsextrem“ und „rassistisch“ zu entlarven versuchten. Die Angriffe aus dem NS-nahen Spektrum kritisieren hingegen gerade, daß das Identitätsverständnis der IBD sich nicht hinreichend auf den Faktor Rasse stütze. Gleichzeitig finden aus diesem Lager Versuche statt, identitäre Symbolik zu übernehmen und mit eigenen Inhalten zu versehen. Die Positionierung der NS-nahen Kräfte unterstreicht dabei die Distanz der IBD zur NS-Ideologie deutlicher und glaubwürdiger, als es jede Distanzierung könnte, was der IBD nützt. Die auf Einschüchterung und Delegitimation zielenden Angriffe durch aktivistische Medien haben hingegen das Potential, der IB dauerhaft Schaden zuzufügen. Aus Rückmeldungen an die IBD geht zwar hervor, daß diese Anfeindungen vielen als so überzogen erscheinen, daß sie oft eher gegenteilige Wirkung haben und Interesse für die IB schaffen. Mittelfristig jedoch kann mediales und aktivistisches Dauerfeuer dieser Art die enthaltenen Unterstellungen und Zuschreibungen in der öffentlichen Wahrnehmung verankern und Interessierte davon abhalten, sich in der IBD zu engagieren.
  • Innerhalb der eher spontan entstandenen IBD war man verbreitet überrascht über die Stärke der positiven Resonanz, die auf das erste Auftreten im Oktober 2012 folgte. Strukturen, die dies hätten auffangen können, gab es zunächst nicht. Zwar traten aus den sich bildenden Gruppen nach und nach einzelne Personen hervor, die organisatorische Aufgaben übernahmen, aber es gibt bis heute niemanden, der innerhalb der IBD leitend in Erscheinung tritt und ihr ein Gesicht nach außen verleiht. Zudem bringt die überwiegende Mehrheit der Aktiven keine Erfahrungen aus früheren vergleichbaren Aktivitäten mit. Dies trägt dazu bei, daß es den Identitären bislang nicht gelungen ist, den Kampagnen gegen sie sichtbarer zu begegnen. Das fehlende persönliche Gesicht nach außen dürfte auch die Resonanz reduzieren, die noch größer sein könnte, wenn man die Identitären mit Namen und Gesichtern verbinden könnte. Innerhalb der IBD verhindert der Mangel an Strukturen zudem, daß Vorhaben koordiniert angegangen werden können.
  • Die IBD setzte von Beginn an einen der Schwerpunkte ihres Auftretens auf die Distanzierung von jenen NS-nahen Positionen, mit denen sie Aktivisten später in Verbindung zu bringen versuchten. Die Entscheidung zur Distanzierung war eine Schlußfolgerung aus der Beobachtung, daß fast jede Kampagne gegen nicht-linke Akteure in Deutschland mit solchen Zuschreibungen arbeitet. Innerhalb der IBD gab es jedoch Kritik, daß man durch Distanzierung negative Botschaften in den Vordergrund stelle und sich zudem auf die Spielregeln des Gegners einlasse, dessen Anspruch auf Definitionshoheit man dadurch stärke. Man akzeptiere und fördere nicht nur dessen Machtanspruch, sondern nehme auch dessen Zuschreibungen teilweise an, indem man sich auf sie beziehe. Der Gegner verzichte ohnehin nicht auf unsachliche Angriffe, weshalb Distanzierungen davor nicht schützen würden. Anstatt Distanzierungsforderungen nachzugeben, solle man den Gegner stärker unter Rechtfertigungsdruck zu setzen, etwa durch Herausstellung der für Deutschland und Europa schädlichen Folgen seines Handelns und seiner Weltanschauung.
  • Kritik an Aktionen konzentriert sich darauf, daß die gewählte Hardbass-ÄsthetikIdentität nur unzureichend ausdrücke. Bislang wurden zudem keine Aktionsformen gefunden, die so sichtbar sind, daß sie nicht ignoriert werden können, und die so deutlich für sich sprechen, daß man ihre Aussagen nicht mißverstehen oder falsch darstellen kann.
  • Identitäre lehnen meist jene Formen der Islamkritik ab, die nicht auf der Verteidigung eigener Identität beruhen. Der Islam wird nicht pauschal als Bedrohung betrachtet, da er nicht in jeder seiner Erscheinungsformen als Ausdruck einer auf Verdrängung zielenden Gegenidentität auftritt. Für einzelne Aktive spielt die direkte Auseinandersetzung mit Islamthemen jedoch eine wichtigere Rolle, was zu kontroversen Diskussionen innerhalb der IBD führte.
Perspektiven der Identitären Bewegung
Der Druck der Identitären könnte mittelfristig dazu beitragen, daß auch andere politische Kräfte es sich nicht mehr erlauben können, das Thema brachliegen zu lassen. Die Linke hat die Verteidigung der eigenen ethnokulturellen Identität nicht immer anderenüberlassen. Einzelne Linke haben aufgrund der von ihnen negativ wahrgenommen Veränderung ihrer Heimat bereits vorsichtig damit begonnen, Identitätsfragen wieder aufzugreifen, auch wenn sie sich dabei wie Wolfgang Thierse oder Christian Ströbelenicht an die eigentlichen Probleme heranwagten.
In jedem Fall muß die Identitäre Bewegung weiterhin mit hartem Gegenwind rechnen, der noch zunehmen wird, wenn ihre Wahrnehmung durch die Öffentlichkeit zunimmt. Ihre Gegner wissen, daß tatsächliche Vielfalt und echter Pluralismus, die durch eine neue, alternative Jugendbewegung entstehen könnten, ihnen die Möglichkeit rauben würden, ihre Positionen weiterhin durch die Behauptung eines Konsenses durchzusetzen. Sie müßten sich dann Diskussionen stellen, die sie ebenso verlieren würden wie kurz darauf ihre Macht und ihren Zugriff auf staatlich finanzierte Stellen und Zugriff auf staatliche Mittel. Angesichts dieser existentiellen Bedrohung wird verbissen und auch mit schmutzigen Mitteln gekämpft werden.
Die Identitären haben dabei jedoch die allgemeine Entwicklung auf ihrer Seite, die dazu führen wird, daß Identitätsfragen unter Deutschen um so stärker an Bedeutung gewinnen werden, je mehr ihre Identität herausgefordert wird und unter Druck gerät. Autoritäre Versuche, diese Antwort zu unterdrücken, können dabei nur vorübergehenden Erfolg haben. In der Sarrazin-Diskussion, in der es auch um identitäre Themen ging, gelang es trotz Extremismusvorwürfen und Versuchen zur Vernichtung beruflicher Existenzen erstmals nicht mehr, die Diskussion wie beabsichtigt abzubrechen.
Das Zeitfenster, in dem ein Aufhalten oder eine Umkehr der vielen Verfallstendenzen noch mit realistischen Mitteln möglich ist, schließt sich innerhalb den kommenden zwanzig Jahre. In einem Video der Identitären heißt es: „Wir sind die letzte Generation, die noch etwas verändern kann.“ Die Identitären und andere um die Zukunft Deutschlands und Europas besorgte Kräfte befinden sich in einem Wettlauf mit der Zeit, in dem den Identitären immerhin einen beachtlicher Start gelungen ist.
Quellen: sezession.de und ernstfall.org vom 08.02.2013 / StaSeVe (09.02.2013)
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