Falscher KZ-Häftling räumt Fehler ein



m Mittelpunkt: Otto Uthgenannt (mit Kippa auf dem Kopf) bekommt nach seinem bewegenden Vortrag am 7. November 2012 im Wildeshauser Rathaus Blumen von Ingeborg Jacoby vom dortigen Präventionsrat. Bild: Archiv

Im Mittelpunkt: Otto Uthgenannt (mit Kippa auf dem Kopf) bekommt nach seinem bewegenden Vortrag am 7. November 2012 im Wildeshauser Rathaus Blumen von Ingeborg Jacoby vom dortigen Präventionsrat. Bild: Archiv

Von Karsten Krogmann
Otto Uthgenannt gibt zu: Erlebnisse in Buchenwald treffen „so nicht ganz zu“. Der 77-jährige Wittmunder betont nach den Berichten in dieser Zeitung seine „gute Fantasie“. Die Jüdische Gemeinde Oldenburg zeigt sich „zutiefst schockiert“.
Wittmund – Der angebliche KZ-Häftling Otto Uthgenannt hat sich erstmals öffentlich zu den Berichten geäußert, die seine Leidensgeschichte als frei erfundenbelegen. Dem in seiner Wahlheimat Wittmund erscheinenden „Anzeiger für Harlingerland“ sagte er auf Nachfrage: „Dann entschuldige ich mich. Ich bin 77 Jahre alt, ich habe es ja nur gut gemeint.“
Auf seine Erlebnisse im Konzentrationslager Buchenwald angesprochen, räumte er ein: „Die treffen nicht ganz so zu.“ Er habe wohl eine „gute Fantasie“, sei ein „guter Schwindler“, sagte er laut der Zeitung. Auf die konkreten Vorwürfe wollte er nicht eingehen: „Ich bin zu alt dafür, das kostet zu viel Kraft.“
Recherchen haben ergeben. dass die Familie evangelisch war und nie in KZ deportiert wurde
Uthgenannt hatte über Jahre in Schulen und bei Gedenkveranstaltungen über seine fünfjährige Haftzeit als jüdisches Kind im KZ Buchenwald berichtet. Er habe durch den Holocaust 72 Verwandte verloren, darunter Vater, Mutter und Schwester, behauptete er. Recherchen haben hingegen ergeben, dass die Familie Uthgenannt nicht jüdisch, sondern evangelisch war und nie ins KZ deportiert wurde. Vater, Mutter, Schwester und Sohn überlebten den Krieg in Göttingen.
Uthgenannt betonte, dass er sich den Schulen nie aufgedrängt habe: „Die haben mich doch immer gefragt.“ Er war unter anderem auch in Jade und Wildeshausen aufgetreten und hatte dort Schüler und Lehrer mit seinen Schilderungen berührt. Geld habe er für seine Schulbesuche nicht bekommen haben, erklärte er bereits am Freitag, als er von dieser Zeitung mit den Recherche-Ergebnissen konfrontiert wurde.
„Zutiefst schockiert“ über die Enthüllungen zeigt sich Jehuda Wältermann vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg. Uthgenannt ist seit 2002 Mitglied der Gemeinde. „Es gab für uns damals keinen Grund, die von ihm vorgelegten Unterlagen anzuzweifeln“, erklärte Wältermann auf Nachfrage. Er habe jetzt eine genaue Prüfung in die Wege geleitet.
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…also im Alter kann man die Wahrheiten NICHT mehr aufdecken und kosten zuviel Kraft?
Für die Lügerei hat´s  aber noch gereicht – oder was.
“Man hat es doch nur gut gemeint..:” was ist denn Gutes daran, sich, seine Familie, das Volk und das Land in einer der schlimmsten Lügen des 20sten Jahrhunderts zu verstricken?
Daß die jüd. Gemeinden hell aufschreien, dürfte klar sein, zumal derzeit immer mehr zu Tage kommt, was man alles verschwiegen hat !
Pfui Deibel, kann iCH da nur sagen…..smiley-ins_klo_kotzen

Quelle: Honigmann (16.12.2012)
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